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TRAUERBGLEITUNG - wer braucht das?

Trauerbegleitung benötigt fast jeder Mensch schon vor dem Tod und erst recht nach einem Trauerfall, wenn alles anders wird.

Trauerbegleitung wird auch im Arbeitsalltag benötigt, dort wo man auf Menschen trifft, die einen Verlust erlitten haben. Einen Verlust, der durch einen Tod, eine einschränkende oder lebensbegrenzende Erkrankung, eine Behinderung, eine Trennung oder Scheidung eintreten kann. Immer dort, wo der Lebensweg eine ungewollte Richtung einschlägt, muss von alten Vorstellungen, Erlebnissen und Wünschen Abschied genommen werden. Dort findet Trauer statt.

Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen

Neben Schulungen, Vorträgen und Seminaren arbeite ich zur Zeit mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 16 Jahren, deren Väter oder Mütter gestorben sind, sowie mit Jugendlichen, Familien oder Einzelpersonen, die einen Tod durch Suizid im Freundes- oder Familienkreis erlebt haben.

Trauerarbeit mit Erwachsenen

Ebenfalls mit Männern und Frauen, bei denen ein nahestehender Mensch verstorben ist. Auch nehmen Menschen sowohl in Einrichtungen der Senioren- wie auch der Behindertenhilfe Trauerbegleitung bei Todesfällen und weiteren Abschieden wahr.

Trauerbegleitung für Familien

Ich begleite Familien zuhause, in Krankenhäusern oder Hospizen, in denen ein Angehöriger in einer oft absehbaren Zeit sterben wird. 

Durch pädagogische Unterstützung, Rituale und Gesprächsmöglichkeiten über den anstehenden Tod biete ich Hilfe im veränderten Familienalltag an. Über bedrückende Ängste und Fragen, Trauerreaktionen und Möglichkeiten der Verarbeitung arbeite,spreche, male, spiele,... ich mit den einzelnen Personen, aber auch gemeinsam mit der ganzen Familie.

Oft gelingt es Familien durch diese Trauerbegleitung, bewusster Abschied zu nehmen. Möglichkeiten dazu werden für verschiedene Altersstufen kennengelernt und wohltuend eingesetzt.

Bei aller Traurigkeit, Angst und großer Not kann es auch mit dem sterbenden Menschen gelingen, gemeinsam - mit persönlichen Freiräumen - Trauer zu durchleben und hoffnungsvolle Momente zu erleben. Gute und unvergessliche Momente, die hier und da aufzeigen, dass dieses Leben noch lange nicht das Ende sein kann.

Trauerbegleiter

Trauerbegleiter sind auch Familienangehörige, Freunde, Arbeitskollegen, Nachbarn, Seelsorger/-innen, pflegende, medizinische und pädagogische Fachkräfte. Manchmal sind diese aber in Zeiten der Trauer selber überfordert oder erst gar nicht zu finden. 

Manchmal ist auch gerade der nahestehende Mensch keine Hilfe für Trauernde - es wird jemand benötigt, mit dem man vorurteilsfrei über den Verlust reden kann.  

Jemand, der von außerhalb durch räumlichen Abstand, jedoch fachliche Nähe da ist, unterstützt und begleitet.

Was bedeutet Trauerbegleitung?

Trauerbegleitung bedeutet in meiner Praxis, dass ich mich nach Absprache 2-5x, manchmal auch bis zu 10x mit den trauernden Menschen treffe. In dieser Zeit geht es darum, dem Trauernden behilflich zu sein, heraus zu finden, was für ihn jetzt - und in der kommenden Zeit wichtig ist. 

Neben der Hilfe zur Selbsthilfe benötigt jeder Mensch auch ein soziales Netzwerk, zu dem u.a. Arbeitskollegen, Mitschüler, Seelsorger, Pädagogen, Nachbarn, Freunde und Verwandte gehören können. 

Wie groß oder klein dieses Netzwerk ist, ob überhaupt eine verwandte Person dazu gehören soll, ob neue Menschen, eine Hilfsorganisation oder auch ein Sportverein dazu kommen, bestimmt der trauernde Mensch für sich.

Bei Bedarf suche ich diese Menschen/Institutionen auf, um zu informieren oder Kontakt herzustellen. Wichtig ist, dass in der Trauer das Ausmaß des Verlustes wahrgenommen wird, um das neue, das von nun an andere Leben zu bewältigen.

Trauerbegleitung bedeutet für mich, eine Weile an Deiner, an Ihrer Seite zu sein und in einer Zeit der Trauer hilfreich zu unterstützen.

 

Ihre Mechthild Schroeter-Rupieper
Lavia - Institut für Familientrauerbegleitung